oloriel: (what would jedi do?)
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It was, at any rate, a very interesting experience.

My car has not been meant to carry five people at once. Or, if five people they must be, only five people without any luggage. Certainly not five people with five sets of kendô armour plus shinai.
Miraculously, we managed to get everyone into my tiny car and even arrived just on time for the shinai check (like a LARP event. Weapon check. *snigger*).
Then came the chaos.

While Eleonor, Tena, Hak-Seung and me were still waiting in line to have our shinai weighed and measured and accepted, suddenly one of the organisators came to us and asked about our number five. We pointed at Alex, who was still assembling his shinai.
"But Andrea told me he was in her team." (Cologne I, whereas we were Cologne II: the dôjô had managed to send a team after all.)
"No, he isn't. He wasn't meant for any team at all, but Christian had an operation and can't fight, so we asked Alex and he accepted. You can ask Roland, he was NEVER planned for Team I."
Roland was in a conference with the other referees.
"But Team I has only four fighters, and the first team must have five."

So there we stood, suddenly bereft of our fifth fighter due to STUPID IDIOTIC PLANNING DEFICICITS NOT, I REPEAT, NOT ON OUR SIDE. There, I said it. It was hard enough not to shout that out in the queue.

Hak-seung, our team captain, had to correctly re-assemble all his shinai (he had brought 5). Us girls had all taken care of that in the morning, so our shinai were all accepted, although I was looked at strangely for having such a heavy shinai (I've been practicing with a shinai for men without noticing for a long time, and when I finally noticed, I had grown so used to it that there was no point in swapping it for a women's shinai). Anyway, the point is that Hak-seung had no time to look for replacement.

Eventually, Tena and me crawled over to the guys from Düsseldorf and asked whether they had, coincidentally, an additional fighter we might borrow. See how desperate we were? ME, asking. COLOGNIANS, begging for a Düsseldorfer.
Coincidentally, they had. Even more coincidentally, he actually was willing to help us. We just had to tape over his zekken, which was, of course, saying 'Düsseldorf'; but that was the smallest problem. And he fought well for us; it was not the Düssadan's fault that we lost.

After all that panic, we went into the tournament almost relaxedly. In spite of not really knowing the rules and reglements. There are many, kendô tournaments are very formal: When the teams first meet, the first two fighters already have to have their men donned. During the first and last fight, everyone has to kneel (besides the fighters, obviously, and the referees who have to run around them). The order of the fighters has to be set in the beginning and given to the referees, and any changes have to be announced at once on time and so on and so on. Even the experience from jûdô and karate didn't help much.

Anyway.

By luck of the draw, we came right into the quarter finals, where we then were beaten up by the team from Witten, who went on to win the tournament.

The first team, however, won the third place. Only because we had given up Alexander to them, of course. *grins*

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Jedenfalls war es eine sehr interessante Erfahrung.

Mein Auto wurde nicht gebaut, um fünf Leute gleichzeitig zu tragen. Oder, wenn es denn fünf Leute sein müssen, dann nur fünf Leute ohne Gepäck. Auf jeden Fall keine fünf Leute plus fünf Kendôrüstungen plus fünf shinai. Auf wundersame Weise haben wir es aber doch geschafft, alle fünf mit Gepäck in den winzigen Wagen zu quetschen und kamen sogar rechtzeitig zur Shinaikontrolle (wie beim LARP. Waffencheck. *kicher*)
Dann kam das Chaos.

Während Eleonor, Tena, Hak-Seung und ich noch in der Warteschlange standen, um unsere Shinai wiegen und messen und kennzeichnen zu lassen, kam plötzlich einer von der Orga und fragte, wer denn unser fünfter Mann sei. Wir verwiesen ihn an Alex, der noch sein Shinai zusammenbaute.
"Aber Andrea hat den für ihre Mannschaft gemeldet." (Köln I, wir waren Köln II: Das Dôjô hatte es doch noch geschafft, eine Mannschaft aufzustellen.)
"Er ist aber bei uns. Er war erst gar nicht eingeplant, aber da Christian wegen seiner OP nicht kämpfen kann, haben wir Alex gefragt und er ist mitgekommen. Frag Roland, Alex war NIE für die erste Mannschaft gedacht."
Roland war mit den anderen Kampfrichtern in einer Besprechung.
"Aber die erste Mannschaft hat nur vier Leute hier, und die erste Mannschaft muss fünf haben."

Da standen wir also plötzlich nur noch zu viert, weil IRGENDEIN BLÖDER IDIOT ES WIEDER NICHT GESCHAFFT HAT, MAL NACHZUZÄHLEN, UND DAS WAR KEINER, ICH WIEDERHOLE, KEINER VON UNS. Da, jetzt ist es raus. War schwer genug, das nicht schon in der Schlange zu brüllen.

Hak-seung, der als einziger erfahrener Kämpfer unser Captain war, musste seine Shinai nachziehen (er hatte 5 gebracht, alle zu locker). Wir Mädchen hatten das schon am Morgen gemacht, so dass unsere Shinais sofort abgesegnet wurden. Ich wurde nur komisch angeguckt, weil mein Shinai so schwer ist (ich habe immer mit einem Männershinai trainiert und das lange nicht gemerkt, und als es mir dann aufgefallen ist, hatte ich mich da derart dran gewöhnt, dass es keinen Sinn gemacht hätte, es gegen ein Frauenshinai einzutauschen). Jedenfalls hatte Hak-seung also keine Zeit, um sich um irgendwas zu kümmern.

Schließlich sind Tena und ich also zu den Düsseldorfern rübergekrochen, um sie zu fragen, ob sie zufällig einen freien Kämpfer hatten, den wir eventuell ausleihen könnten. Da seht ihr mal, wie verzweifelt wir waren. ICH frage fremde Leute. KÖLNER betteln um einen Düsseldorfer.
Zufällig hatten sie tatsächlich einen. Noch zufälligerer war der sogar bereit, uns zu helfen. Wir mussten nur das 'Düsseldorf' auf seinem zekken überkleben, aber das war ja nun das geringste Problem. Er hat auch gut für uns gekämpft; der Düssadan kann nichts dafür, dass wir verloren haben.

Nach dieser Panik haben wir den Kämofen geradezu entspannt entgegengesehen. Obwohl wir nicht mal die Regeln und Sitten kannten. Es gibt viele, Kendô-Turniere sind eine formelle Angelegenheit. Wenn zwei Mannschaften angrüßen, müssen der erste und zweite Kämpfer schon das Men auf dem Kopf haben. Während des ersten und letzten Kampfes knien alle (außer der Kämpfer, natürlich, und der Kampfrichter, die um sie herumrennen). Die Reihenfolge der Kämpfer muss am Anfang festgelegt und dem Kampfgericht vorgelegt werden, jede Änderung muss sofort rechtzeitig bekanntgegeben werden, und so weiter und so fort. Selbst meine Erfahrungen von Jûdô- und Karate-Turnieren haben nicht viel geholfen.

Anyway.

Dank Freilos sind wir gleich ins Viertelfinale gekommen, wo uns dann die Mannschaft aus Witten verhauen hat, die am Ende denn auch NRW-Meister wurden.

Aber die erste Mannschaft hat den dritten Platz gemacht. Selbstverständlich nur, weil wir ihnen Alexander überlassen haben. *grins*


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