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... nämlich Freitag, 18.07.03, oder:


Beim endgültigen Aufwachen (das hauptsächlich deshalb endgültig ist, weil die Halborks wach sind und sich lautstark kostümieren) muss ich erst mal die erste 1,5 Literflasche Mineralwasser von Aldi leeren, bis ich nicht mehr glaube, zu verdursten. Die Duschen sind ärgerlicherweise bereits schwer umlagert, ich kann mich aber auch nicht aufraffen, in die Turnhalle zu gehen, es dauert also noch eine Weile, bis ich endlich den Bunker verlasse. Erst mal überfalle ich den Primo-Laden, um mich mit Filmen (als Ersatz für die daheimgebliebenen) und Rivella einzudecken. Mit endlich geladenem Fotoapparat geht es auf zum Brunchen in den Rittersaal.
Selbiger wurde mit sämtlichen Weißer Baum+Krone+Sterne-Varianten geschmückt, die den Bannermalern einfiel, sowie ein paar subtil an die Wände getackerten silbernen Zweigen. Am Besten ist aber definitiv Varunas Gemälde, das Isildur und Sauron darstellt.
Es gibt schweizer Weißbrot (Suchtfaktor), Nussbrot, Müsli (bloß ich Doof finde die Schalen nicht), Marmelade, Schinken, Wurst und Käse sowie Kaffee, Tee und O-Saft. Kaum habe ich unter einem der Banner Platz genommen und meine Brote geschmiert, entdecken Néniel und ich uns (jaja, immer diese müden Augen...) Ein Platzwechsel, und dann kann endlich gefuttert werden.
Nach dem Essen hänge ich mit ein paar anderen Morianern rum, die in der Nacht ebenfalls fast eingegangen wären. Wir beschließen, die nächste Nacht draußen zu schlafen...
Auf der Wiese haben sich diverse Musiker versammelt, allerdings nicht die aus dem Musik-Workshop bei Friedhelm... jedenfalls singen und spielen sie mit viel Begeisterung, und die Tänzer unter uns können sich nur schwer trennen. Schließlich schaffen wir es doch, erfahren, dass das ganze nach Bree verlegt wurde, und ich erschnorre mir eine Mitfahrgelegenheit im Kofferraum (offensichtlich haust hier normalerweise ein Howavart). Im Kinderdorf, also in Bree, müssen wir erst mal herausfinden, dass mit "Turnhalle" der ausgeschilderte Mehrzwecksaal gemeint ist, und verirren uns zwischen den Wegen. Da die Wiesenstücke drumrum im Moment alle gewässert werden, hört man immer mal hinter einer Hecke ein schrilles Quietschen, wenn mal wieder ein Wasserwerfer spontan und hinterrücks die Richtung geändert hat... aber da die Temperatur schon um 30°C liegt, ist das nicht weiter tragisch (eigentlich ist es sogar recht angenehm...)
Wir beginnen mit den mittelalterlichen Kreistänzen mit mehr oder weniger komplizierten Schritten, Drehungen und Sprüngen. Wie immer sind zu wenig Kerle da, so dass diverse Frauen als Männer tanzen müssen; um so größer ist dann das Vergnügen, wenn sich wieder mal eins der wenigen Männchen auf die Frauenseite verirrt... denn auch wenn sie Röckchen tragen, die Bärte enttarnen sie dann doch *g*.
Meistens können wir immerhin nach einem Durchgang einigermaßen mithalten oder zumindest souverän über verpatzte Schritte hinwegtäuschen; und meistens weiß wenigstens einer der beiden Tanzpartner, was als nächstes drangeht. Diesen Vorteil hat man beim Irish Linedance, der nun auf dem Programm steht, natürlich nicht - dafür kann man aber nach allen Seiten gut abgucken (in der Hoffnung, dass alle anderen wissen, was man tut). Jedenfalls macht "euer Lieblingstanz vom MEF 2", wie Amarie, die den Workshop eigentlich hätte leiten sollen, aber vom Büro nicht freikriegte, ihn so schön nannte, Lust auf mehr, und Amaries Ersatzvortänzerin Jule ist erstaunt über unsere Tanzwut...
Wir probieren die Riverdance-Tanzschritte auch mal auf ein moderneres Stück aus, das ist aber nicht so schön. Dann lernen wir einen Paartanz auf Cotton Eye Joe und noch einen komplizierten line dance mit vielen Richtungswechseln. Und mit viel Getanze und vielen Trinkpausen vergehen die zwei Stunden ganz schnell, und schon stehen wir wieder nassgeschwitzt vor der Turnhalle bei mittlerweile 40°C *leid*. So manche stecken, wenn sie endlich den Leuker Burgberg wieder erklommen haben, erst mal den Kopf in den Brunnen...
Langsam trudeln auch die noch erschöpfteren Pfynwaldwanderer wieder ein. Frodo Granger ist zwei Mal in den Fluss gefallen, sie haben gesehen, wie eine NAatter einen Siebenschläfer gefressen hat (So sieht das aus), und der progressive (noch ein Insider) Führer hat aus Versehen einer HEuschrecke ein Bein ausgerissen und entschuldigte sich mit einem "Nuja, dem gehts eh bald wie dem Siebenschläfer"...
Ich investiere ein paar Fränkchli in Schweizer Schokolade und Frodo holt sich eine große und eine kleine Rivella (die große soll ich aufbewahren, und weil Frodo am Ende weg ist, ohne sie abzuholen, wird die Rivellaflasche halt am Montag in Japanisch geleert...). Kurze Entspannung auf der "Wiese in der Kurve", wo Olwe eine HdR-Parodie vorliest, in der feministische Hobbits und Zwerginnen sich gewaltig einmischen. ("Sie geht mit! Sie geht mit! Öööh, er geht mit!")
Dann schau ich mir den Film vom MEF 2 an (*schniiiiieeeef*), während die DTGler in die Hall of Fire gehen. Diesmal gibt es Gulaschsuppe, die eigentlich eher Gemüsesuppe mit Gulasch ist, aber wirklich gut schmeckt, allerdings nicht mehr so schön scharf wie gestern (trotzdem hört man vom Nebentisch ein "Scheiße, ist das scharf!"). Weil gleichzeitig Spell laufen soll, was aber nicht klappt und deshalb eine Stunde später läuft, so dass die Leute, die eigentlich in Schicht 2 essen wollten, diese vor der Leinwand verbringen und nicht mitkriegen, dass ihr Essen extra nochmal um eine Stunde verschoben wurde, bleibt eine Menge übrig. Das wird sich noch als Glücksfall erweisen.
Zunächst mal gibt es noch eine Pyro- und Fakirshow, bevor die gutaussehenden, äußerst wohlriechenden und immer potenten Musiker von Saltatio Mortis (noch'n Insider) auf die Bühne kommen. Néniel weiß, dass es einen sehr schönen geben soll, der immer groupieumlagert ist und das auch noch genießt. Der Betreffende ist denn auch nicht übersehen - er ist nämlich ein ganz furchtbarer Poser. Der Trommler, der eine gewisse Ähnlichkeit mit Qui-gon Jinn hat, allerdings im Piraten-Look, gefällt mir da wesentlich besser. Er übernimmt auch die meisten Ansagen (gemeinsam mit dem Adligen Wie-hieß-er-doch-gleich mit dem Tausendzeuger) und die Animation - nach jedem "Hochedles Volk von Mittelerde" müssen wir "ooooh" machen, bei Erklärungen "aaaaah", bei traurigen Mitteilungen ein trauriges "ooooh", und bei der Fabel von Wolf, Fuchs und Hasen je nach Gruppenzugehörigkeit entweder Wolfsgeheul, Hyänengekicher oder "Mümmel!" von uns geben. Manche Leutchen machen sich einen Spaß daraus, grundsätzlich nur noch "mümmel" zu rufen (*unschuldigpfeif*)...
Die Musik ist wieder klasse, die Stimmung noch besser, und auch dieses Mal ist das GAnze viel zu früh vorbei. Als die Todestänzer am Ende meinen, Hilfe beim Abbauen wäre herzlich willkommen, halten wir das zunächst für einen Witz, aber dann stellt sich heraus, dass sie tatsächlich ganz schnell wegmüssen (nach Bückeburg anscheinend). Zeit für Autogramme haben sie aber noch, und "der Schöne" wird tatsächlich umlagert von quiekenden Fans. Weil ja vorhin vonder Suppe soviel übrig geblieben ist, wird jetzt noch welche in einer Art Thermoskiste herbeigeschafft und in Pappbechern an die Spielleute und sonstigen Hungrigen verteilt. Der Knackpunkt an der Sache ist allerdings eine aus der Matrix bekannte Tatsache: There is no spoon...
Wer je Bowle ohne Löffel für die Früchtchen zu sich genommen hat, kann sich vermutlich denken, wie wir mit den Möhren, Zwiebeln, Zucchini und Fleischstückchen kämpfen.
Ich folge Néniel&Co in die Hall of Fire, einem Gewölbekeller, in dem es nach Wein und Benzin riecht. Dort lesen sie gerade das Lay of Leithian vor, aber weil es schon so spät ist und die komische Luft und die Dunkelheit, nur durchbrochen von ein paar Teelichtern, auch nicht unbedingt muntermachen, kann ich kaum die Augen offenhalten, und als Beren von Thingol géschickt wird, um den Silmaril zu beschaffen, halten wir es nicht mehr aus *schnief* und machen uns auf den Weg zu Elronds Haus bzw Moria. Ich bin so müde, dass ich auf den Umzug verzichte und einschlafe, obwohl das Licht noch an ist...

Dieses war der zweite Streich, und der dritte folgt... später.


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