Frühling lässt sein blaues Band...
Mar. 16th, 2003 09:19 pmAn Tagen wie diesem liebe ich mein Leben. Ja, richtig gelesen. Heute keine Beschwerden.
An Tagen wie diesem wird mir klar, wie schön die Welt ist und dass ich noch lang nicht genug davon habe. Der Frühling kommt.
Klar, schon seit einer Weile. Aber in dieser doch eher kalten Gegend, in der es bis vorgestern gedauert hat, bis Nachbars Teich endlich endgültig vom Eise befreit war, macht er sich seit gestern so richtig bemerkbar. Fast über Nacht haben die Narzissen sich zu den Krokussen und Schneeglöckchen gesellt, Tulpen wachsen auch schon, und die Primeln und Stiefmütterchen sehen nicht mehr so aus, als wären sie dem Tod durch Erfrieren noch so eben entgangen. Es quatscht nicht mehr bei jedem Schritt unter den Füßen, und an der Talsperre drängeln sich die Inline-Skater und Jogger - ein untrügliches Zeichen, dass es warm wird, denn erst dann wagen die Bewohner des Bergischen Landes, die Winterstiefel gegen Sportschuhe auszutauschen.
Und wie jeden Frühling verblüfft mich dieser plötzliche Wandel, genauso wie ich im Sommer auf einmal rückwärts auf unsere Wiese fallen werde, in das unendliche Blau oben starren werde und nicht glauben kann, dass es schon wieder soweit ist. Genauso, wie ich im Herbst immer noch Blätter sammle und jedes Mal sicher bin, noch nie so leuchtende Herbstfarben gesehen zu haben. Genauso, wie ich im Winter immer noch total fasziniert bin von den weißen Zauberlandschaften.
Ich schweife ab.
Ich hab heute also im Garten gelegen, ein wenig gelesen, ein bissel gezeichnet und viel in die Gegend gestarrt. Schööön. Unsere nervigen linken Nachbarn waren anscheinend nicht da, denn niemand hat gebohrt, gefräst, geschweißt oder gehämmert. Unsere netten rechten Nachbarn haben die Obstbäume beschnitten und sich über "Good-bye, Lenin" unterhalten. Ich musste die ganze Zeit grinsen, obwohl ich den Film doch schon kenne. Oder vielleicht gerade drum. Mein Bruder war in seinem Zimmer und hat dermaßen laut meinen TTT-Soundtrack gehört, dass ich die ganze Zeit Hintergrundmusik hatte. Ein Glück, dass er nicht auf Techno steht. Ich hab gekocht und gemalt und lauter gute Vorsätze gefasst, die ich vermutlich alle wieder vergessen werde. Im Moment habe ich einen unglaublichen Drang, irgendetwas Kreatives zu machen, und folge nur zu gern diesem Drang, anstatt endlich aufzuräumen. Erst das Banner von Gondor ("Heutzutage wäre eine Frau, die nur daheimsitzt und ein Banner stickt, einfach nicht mehr vorstellbar." Ja richtig. Sowas bring nur ich.), jetzt die Tarot-Karten. Bin gespannt, was mich als nächstes überfällt. Ich könnte endlich mal wieder schreiben...
Nächste Woche arbeite ich wieder. Ich freu mich sogar ein bissel drauf.
An Tagen wie diesen wünschte ich mir, dass es immer so einfach wäre.
An Tagen wie diesem wird mir klar, wie schön die Welt ist und dass ich noch lang nicht genug davon habe. Der Frühling kommt.
Klar, schon seit einer Weile. Aber in dieser doch eher kalten Gegend, in der es bis vorgestern gedauert hat, bis Nachbars Teich endlich endgültig vom Eise befreit war, macht er sich seit gestern so richtig bemerkbar. Fast über Nacht haben die Narzissen sich zu den Krokussen und Schneeglöckchen gesellt, Tulpen wachsen auch schon, und die Primeln und Stiefmütterchen sehen nicht mehr so aus, als wären sie dem Tod durch Erfrieren noch so eben entgangen. Es quatscht nicht mehr bei jedem Schritt unter den Füßen, und an der Talsperre drängeln sich die Inline-Skater und Jogger - ein untrügliches Zeichen, dass es warm wird, denn erst dann wagen die Bewohner des Bergischen Landes, die Winterstiefel gegen Sportschuhe auszutauschen.
Und wie jeden Frühling verblüfft mich dieser plötzliche Wandel, genauso wie ich im Sommer auf einmal rückwärts auf unsere Wiese fallen werde, in das unendliche Blau oben starren werde und nicht glauben kann, dass es schon wieder soweit ist. Genauso, wie ich im Herbst immer noch Blätter sammle und jedes Mal sicher bin, noch nie so leuchtende Herbstfarben gesehen zu haben. Genauso, wie ich im Winter immer noch total fasziniert bin von den weißen Zauberlandschaften.
Ich schweife ab.
Ich hab heute also im Garten gelegen, ein wenig gelesen, ein bissel gezeichnet und viel in die Gegend gestarrt. Schööön. Unsere nervigen linken Nachbarn waren anscheinend nicht da, denn niemand hat gebohrt, gefräst, geschweißt oder gehämmert. Unsere netten rechten Nachbarn haben die Obstbäume beschnitten und sich über "Good-bye, Lenin" unterhalten. Ich musste die ganze Zeit grinsen, obwohl ich den Film doch schon kenne. Oder vielleicht gerade drum. Mein Bruder war in seinem Zimmer und hat dermaßen laut meinen TTT-Soundtrack gehört, dass ich die ganze Zeit Hintergrundmusik hatte. Ein Glück, dass er nicht auf Techno steht. Ich hab gekocht und gemalt und lauter gute Vorsätze gefasst, die ich vermutlich alle wieder vergessen werde. Im Moment habe ich einen unglaublichen Drang, irgendetwas Kreatives zu machen, und folge nur zu gern diesem Drang, anstatt endlich aufzuräumen. Erst das Banner von Gondor ("Heutzutage wäre eine Frau, die nur daheimsitzt und ein Banner stickt, einfach nicht mehr vorstellbar." Ja richtig. Sowas bring nur ich.), jetzt die Tarot-Karten. Bin gespannt, was mich als nächstes überfällt. Ich könnte endlich mal wieder schreiben...
Nächste Woche arbeite ich wieder. Ich freu mich sogar ein bissel drauf.
An Tagen wie diesen wünschte ich mir, dass es immer so einfach wäre.