Jan. 4th, 2005

oloriel: (unhappy)
Es gilt jetzt also als makaber, "Die perfekte Welle" zu hören. Ich gebe zu, dass man bei dem Titel auch an aktuelle Ereignisse denken kann, aber ganz ehrlich: Verdrängung hat noch nie irgendwem geholfen. Ansonsten erinnert mich das bedenklich an irgendwelche Bekloppten, die meinten, man müsse "Die zwei Türme" umnennen, weil OMG bei dem Namen kann man ja an den 11. September erinnert werden und das ist ja respektlos den Opfern gegenüber. Is klar. Jenga durfte man nach dem 11. September merkwürdigerweise noch spielen.
Immerhin passt das Lied jetzt umsobesser in meine "2004"-Sammlung.

Bin übellaunig, weil ich die ganze Zeit Pflichtlektüre vor mir habe und eigentlich viel lieber Fanfic lesen würde. In letzter Zeit beanspruchen mich Heirs of Arda und A Father's Wish, die beide viele viele Kapitel haben, die ich endlich alle gelesen haben will, und die ich am liebsten gleich auch noch illustrieren würde. Stattdessen versuche ich krampfhaft, mir mögliche Klausurthemen zu The Glass Menagerie auszumalen, außer den ganz offensichtlichen. Mit Disgrace komm ich auch nicht weiter (obwohl ich das Buch eigentlich mag), von Words in the Mind ganz zu schweigen. Dann ist da noch die Linguistik-Hausarbeit, die ich theoretisch bis Mitte Januar geschrieben haben muss, und da bin ich auch noch nicht mal halb durch die Lektüre durch. Neben der ZP steht am 10.1. auch ein Kanji-Test an, und am 13.1. ist dann mein Ethno-Referat. Na hurra.

Hab heute meiner Oma die Sachen gebracht, die sie nach Weihnachten bei uns vergessen hat und die meine Ma auch vergessen hat, ihr mitzubringen, als sie Ricardo dahingebracht hat. Irgendeinem unergründlichen Ratschluss zufolge hat man mich dann gebeten, ihr den Kram zu bringen, "weil ich doch eh diese Woche in Köln bin". Na toll, nach Köln muss ich vorläufig nur, um mir die Literatur für das Ethno-Referat zu kopieren, und das hätte ich eigentlich mit dem Zug erledigt, vor allem, weil mein Auspuff (also der meines Autos) kaputt ist. Gut, bin ich also mit dem Auto gefahren. Die Bibliothek des RJM ist aber erst nach den Schulferien wieder geöffnet, wie ich dann erfahren durfte.
Meine Oma war dann auch erstmal nicht da, da hätte ich dann fast einen Schreikrampf gekriegt. Stattdessen habe ich versucht, sie auf ihr Handy anzurufen, ging nur die Quakbox dran. Na schön, dachte ich mir, fährst du wenigstens tanken, in Rheinbach ist der Sprit nämlich meistens etwas günstiger. War er auch. Dann wollte ich auf dem Penny-Parkplatz wenden, um wieder zurück zur Autobahn zu fahren, da sah ich plötzlich Omas Auto. Hab mich dann daneben gestellt und gewartet, bis sie rauskam, was auch nicht lange dauerte. Sie hat sich natürlich schrecklich gefreut und mich zum Mittagessen eingeladen. Quiche Lorraine.
Auf dem Rückweg hab ich dann noch einen Ehrenstop am Rastplatz "Zum blauen Stein" eingelegt, den ich für immer mit dem Mittelerde-Fest 03 und Japanischhausaufgaben verbinden werde. Warum? Für die, die damals noch nicht mitgelesen haben: Auf dem Rückweg vom MEF '03 hat die Motorelektronik rumgesponnen, und darum habe ich auf jedem Rastplatz auf dem letzten Stück von Leuk nach Lennep (sprich: von Koblenz an) eine Pause eingelegt, ein bisschen Japanisch für den nächsten Tag übersetzt und den Motor etwas abkühlen lassen. Öhm. Ja.

Und seither bin ich wieder zuhause, hab die knurrige Katze gefüttert, mich dann doch hinreißen lassen, ein bisschen Heirs of Arda zu lesen, wo dann prompt zwei meiner Lieblingscharas gestorben sind, und kümmere mich ansonsten um das Liebesleben südafrikanischer Englischprofessoren, darum geht es nämlich in Disgrace.

Vielleicht sollte ich die Uni hinschmeißen und Taxifahrerin werden. Wenn ich doch nur vom Schreiben oder Zeichnen leben könnte.

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I'm bad-tempered. )
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