oloriel: (Uni - schlechte Zeiten)
[personal profile] oloriel


... macht aber Spaß.*

Als Magistrandinerin, die ihre Arbeit in heiliger Furcht vor Plagiatsvorwürfen verfasst hat, und vor allem als Inhaberin eines so genannten Gerechtigkeitssinns, der sich erst so richtig aufregt, wenn man eine große Sache mit Hinweis auf die Kinder in Afrika die blutenden Soldaten in Afghanistan kleinreden will, gebe ich es ganz offen zu: JA, ICH LACHE!

Fehler können passieren, aber dann muss man eben auch konsequent handeln. Und nicht wochenlang rumeiern, bis nix mehr geht. Frau Dr. (HAH!) Käßmann hat das vor einem Jahr sehr schön vorgemacht...

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Das Schöne an der Affäre ist: Meine leider nur mittelmäßige, dafür aber selbst recherchierte, selbst verfasste und korrekt zitierende Magisterarbeit wächst mir nun langsam doch wieder ans Herz. Immerhin habe ich nebenher ja noch einen Halbtagsjob gehabt und an den Wochenenden ein Haus renoviert...
Das ganze verfrustete letzte halbe Jahr ist rehabilitiert. DANKE, Herr Guttenberg!²

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*Zuerst gesehen bei [livejournal.com profile] frogspace, hier.
²Ja, Guttenberg, nicht zu Guttenberg, "wir sind schließlich keine Österreicher."³
³[livejournal.com profile] degu_aus_stahl in einem LJ-Kommentar, 01.März 2011, OP friends only.
4"Schadenfreude". In: Whitty, Jeff, Robert Lopez und Jeff Marx, 2003. Avenue Q.

Date: 2011-03-02 09:43 pm (UTC)
From: [identity profile] hamnar.livejournal.com
Tote... Nicht blutende... "Kleiner" Unterschied...

Und wenn selbst ein Rechtschreibfehler in einem korrekt nachgewiesenen Zitat als Plagiat angeprangert wird, dürfte wohl niemand jemals eine Doktorarbeit/Magisterarbeit/Wasauchimmerarbeit erfolgreich beenden können. Dies nur eine kleine Anmerkung zum Thema Hexenjagd.

Date: 2011-03-02 09:50 pm (UTC)
ext_45018: (tolkien - oh for eru's sake.)
From: [identity profile] oloriel.livejournal.com
So oder so tun sie nichts zur Sache, es sei denn, sie hätten ihn bis 2006 davon abgehalten, ganz in Ruhe und gemäß den entsprechenden akademischen Richtlinien seine Arbeit zu verfassen. Ich denke nicht...

Und bei über 70% geht es auch nicht mehr nur um Rechtschreibfehler. (Die kennzeichnet man übrigens für gewöhnlich in der Tat extra. Schon, um nicht selbst wie der Idiot auszusehen, der das Wort falsch geschrieben hat.)

Date: 2011-03-03 06:49 am (UTC)
From: [identity profile] gaharr.livejournal.com
Es sind mit Sicherheit Fehler gemacht worden, das passiert bei einem Wiki Format schnell. Dennoch, die Stellen die ich gelesen habe von seiner Arbeit waren für mich mehr als Eindeutig und hätten alleine schon ausgereicht. Er hat in seiner Einleitung schon ganze Textblöcke ohne Kennzeichnung im Wortlaut übernommen. Das wäre für eine normale Arbeit schon ein Todesurteil, seine Arbeit war aber nicht normal, die war mit "Suma cum laude" Bewertet. Sie sollte sozusagen ein Archetyp einer Arbeit sein.

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