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[personal profile] oloriel
So I admit it: I'm a total freak. I'm all too often going for the aesthetics of something instead of utility, or general acceptance, or whatever. Nice example today: After almost a week of sunshine the weather in my nice home town (called "the home of rain" by locals) returned to its normal ways, which is, as you might have guessed, rain. I was at the grocery and when I came out with two large bags, it was pouring. People were standing under every roof in reach to wait for the end of the downpour. I didn't. I went out, firstly because I wanted to get home quick but also because it looked so great - the abandoned parking lot and all the people huddling under the roofs while silver threads of water linked sky and earth. And the feeling of the rain on my head and hands... I like rain, maybe mainly because I find few things as annoying as someone who constantly complains about the weather, but also because I can't stand heat so well. Heh.
Anyway, so I drove home and all the time stared in fascination at the big raindrops splashing on the streets, raising little fountains as they did so. [I realize my English is not good enough to describe it really.] Home, I smelt the rich smell that only spring and summer rain has: the moisty, earthy, fresh fragrance of wet plants and ground. Another proof that spring has indeed come.
It stopped raining later on, although the clouds remained. Well, I suppose it's nothing special that clouds contribute to darkness. Still, in the early evening, with the sun low but invisible behind the clouds, there was a really special light to our garden - everything seemed to slightly glow by itself, the gras was incredibly green, the leaves that fell last fall [lo and behold - Fall comes from falling *g*] shining like polished copper, walls radiating gentle light, and the flowers of early spring - how brilliantly they shone, colourful dots amid that incredible, almost surreal [or subreal? ;)] green! The trees were dark shadows in contrast, and above it all the sky in a strange tone, somewhere between grey and blue [about like this]. I just stood there and stared and wished for just another time that I could somehow print what I see, or that I could paint like this. Well, I can't and I can't, and I didn't remember to get my camera. Probably it wouldn't show up well anyway.
It reminded me of the Silmarillion [right, what doesn't], of the twilight "in which Laurelin was waning but Telperion was waxing". Just beautiful.
*happy sigh*

I told you I were a freak.
Got carried away. Oughta sleep. Way past midnight.

- - -
Ich geb's zu: Ich bin total bekloppt. Es passiert viel zu oft, dass ich mehr auf die Ästhetik von irgendwas achte als auf Nützlichkeit oder Beliebtheit oder was auch immer. Heute wieder ein schönes Beispiel: Nach fast einer Woche Sonnenschein ist das Wetter in meinem Kaff (unter Einheimischen als "Heimat des Regens" bekannt) zum Normalzustand zurückgekehrt, der, man kann es sich denken, Regen bedeutet. Ich war gerade einkaufen, und als ich dann mit zwei großen Tüten rauskam, war es am schütten. Unter allen Dächern und Vorsprüngen in Reichweite standen Leute, die das Ende des Schauers abwarten wollten. Ich habe mich nicht dazugestellt, sondern bin in den Regen hinausgegangen, einmal, weil ich schnell nach Hause wollte, aber auch, weil es so toll aussah - der verwaiste Parktplatz und die ganzen Leute, die sich unter den Dächern drängten, während silberne Wasserfäden Himmel und Erde verbanden. Und das Gefühl von Regen auf meinem Kopf und meinen Händen... ich mag Regen, vielleicht hauptsächlich, weil ich wenige Dinge so lästig finde wie jemanden, der sich andauernd über's Wetter beschwert, aber auch, weil ich Hitze nicht so gut vertrage. Heh.
Jedenfalls fuhr ich nach Hause und starrte die ganze Zeit fasziniert die großen Regentropfen an, die auf die Straßen platschten und dabei kleine Fontänen entstehen ließen, wenn sie die Oberfläche der Pfützen durchbrachen. Zuhause angekommen schnupperte ich dann den reichen Geruch, den nur Frühlings- und Sommerregen hat: den feuchten, erdigen, frischen Duft nasser Pflanzen und Erde. Noch ein Beweis, dass es wirklich Frühling ist.
Der Regen hörte dann später auf, abde die Wolken blieben. Naja, es ist nichts besonderes, wenn es durch Wolken dunkler ist. Aber am frühen Abend, als die Sonne tief hing, aber hinter den Wolken unsichtbar war, war in unserem Garten und der Straße ein besonderes Licht - alles schien leicht zu glühen, aber aus sich selbst heraus, das Gras war unglaublich grün, die Blätter, die im letzten Herbst gefallen sind, leuchteten wie poliertes Kupfer, die Wände strahlten leicht, und die Frühlingsblumen - glänzende bunte Flecken inmitten dieses unglaublichen, fast surrealen [oder subrealen? ;)] Grüns! Die Bäume bildeten als dunkle Schatten einen Kontrast, und über allem spannte sich der Himmel in einem ganz merkwürdigen Farbton zwischen grau und blau [ungefähr so]. Ich stand da und schaute und wünschte mir wieder mal, dass ich, was meine Augen sehen, ausdrucken könnte, oder dass ich SO malen könnte. Naja, ich kann beides nicht, und ich dachte nicht daran, meine Kamera zu holen. Vermutlich wär das auf dem Film eh nicht rausgekommen.
Das ganze hat mich so ans Sil erinnert [naja, was tut das nicht] - an das Zwielicht, "wenn Laurelin abnahm und Telperion wuchs" [paraphrasiert, ich hab ja kein deutsches Sil]... sooooo schön.
*seufz glücklich*

Ich hab euch gewarnt, dass ich verrückt bin.
Bin vom Thema abgekommen. Sollte schlafen. Mitternacht ist schon ewig 'rum.

- - -

Date: 2003-03-27 01:11 am (UTC)
From: [identity profile] wolflight.livejournal.com
*happy sigh*
wunderschöner post.

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oloriel

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