oloriel: (joy!)
[personal profile] oloriel


LOOK LOOK.



IZ TENT.



IZ BIG TENT. IZ FAMILY SUITE FOR LARP!

(I forgot to take a picture with anything for reference. Or a shot of the generous interior, for that matter. Suffice it to say that it's 6 meters long and 4 across. And 2,5 meters high. It's a serious upgrade from the Kohte I used so far, which you could only enter on your knees (great fun on muddy campgrounds!) and where only the center offered enough room for standing upright. The new tent is about three times as large! So we should be comfortable now. WHEEEEEEE! Husband has best ideas for presents. Honestly! I got a B.J.Sheriff beesuit for Christmas, and now this!)

- - -

**This LJ will return to its usual high standards next time (probably). But if you can't behave like a LOLCAT on your birthday, then what's the point of having a birthday at all?

Date: 2015-05-03 04:36 pm (UTC)
ext_45018: (grins)
From: [identity profile] oloriel.livejournal.com
Ich find's gerade total faszinierend, wie unterschiedlich die Pfadfinderkultur in unseren benachbarten Ländern ist. Die Standardzelte hier sind entweder Kohte und Jurte (darum hatte ich ja bisher auch 'ne Kohte ^^) oder aber Rund- und Hauszelte. Doppelkegel hab ich hier nie gesehen! Und Pfadfinderwettkämpfe gab's hier auch nicht (also klar, Geländespiele mit Wettkampfcharaker schon, aber eben keine Veranstaltungen, zu denen man nur fährt, um sich in Pfadfinderwissen zu messen), da könnte ja jemand ans dritte Reich denken, ohgottohgottohgottohgott!

Dabei hätt ich mir das als Jugendliche sooo gewünscht. Tu, felix Austria!

Wir haben das Zelt heute abgebaut, gefaltet und in die Hülle gepackt - in 15. Dafür, dass wir nur zu zweit waren und das zum ersten Mal gemacht haben, ist das doch schon respektabel, oder? ;)

Date: 2015-05-03 04:58 pm (UTC)
From: [identity profile] sermanya.livejournal.com
Jurten hatten bei uns meist die Ranger/Rover (also ab 18). Die haben aus diesen flexiblen Teilen gigantische Bauten in verschiedensten Formen errichtet. Mehrstöckig, mit Böden zwischendrin und Feuerstelle, Abzug, etc.
Die Wichtel/Wölflinge bis 10 waren meistens in Hütten untergebracht und Guides/Späher (10-14) und Caravelles/Explorer (14-18) in den Doppelkegeln. Wobei die CaEx gern auch schon irgendwelche größeren Ausflüge mit Jugendherbergen oder kleineren Zelten für 2-3 Leute in ganz Europa gemacht haben.
Patrullenwettkämpfe fand ich immer total super. Die waren für GuSp und es ging halt um die verschiedenen Pfadfindersachen. Erste Hilfe, Knotenkunde, Klettern, Bach überqueren, Fahrplan lesen, Morsen, Zielwerfen, Wasser ohne Hilfsmittel transportieren, auf einem Stein Palatschinken backen (= das Rezept kennen, den Teig anrühren, Feuer machen, Geschicklichkeit beim Backen),... Das waren meist irgendwelche kniffligen Aufgaben, die man dann mit "Pfadfinderwissen" und Teamwork lösen sollte.
Und eine Freundin von mir wurde von ihren Eltern aus der Gruppe herausgenommen, weil es denen zu Nazi-haft war. Und ja, zugegeben, wir haben Lieder gesungen wie "Flamme empor" oder ähnliches. Sie klangen gut. Die Internationale kam auch gelegentlich vor, aber die war eher unbeliebt, weil seltsame Melodie. Dafür hat unsere Führerin (ja, so heißen die) tatkräftig Werbung für die KPÖ (Kommunistische Partei Österreichs) gemacht und versucht, uns zu überzeugen, dass wir die in Zukunft wählen sollen. Und wenn nicht die, dann zumindest die Grünen.

Für mich war's politische Bildung im besten Sinn des Wortes. Weil in unserem Trupp für jeden Platz war und jeder akzeptiert wurde. Wenn Greenpeace-Aktivisten, überzeugte Kommunisten, konservative Töchter aus gutem Hause und aktive Neonazis friedlich zusammenleben können, ihre jeweiligen Werte offen und friedlich diskutieren und dabei in ihren Meinungen auch noch aufeinander zugehen, dann ist das eine Welt, in der ich mich wohlfühle und in der ich leben möchte.

Date: 2015-05-03 05:19 pm (UTC)
ext_45018: (random - blind patriotism)
From: [identity profile] oloriel.livejournal.com
Klar, so richtig bauen mit den Jurten durften bei uns auch nur die Rover. Aber das waren halt DIE prototypischen Pfadfinderzelte und alles andere war sozusagen nur zweite Klasse. ^^
Ich hätte mir solche Patrouillenwettkämpfe wie gesagt total gewünscht. Oder Rangabzeichen! Was haben wir gemacht? Völkerball gespielt. Viiiiel Völkerball. Wenn wir Glück hatten, durften wir auch mal Töpfern, Flöße bauen oder einen Erste-Hilfe-Kurs machen. Aber diese klassischen Handbuchfertigkeiten kamen wirklich nuuur im Lager zum Einsatz. Und eben komplett patriotismusfrei.

Bei uns war der ganze Verein eher linkschristlich-ökokonservativ. Töchter aus gutem Hause konnten natürlich mitmachen, aber aktive Neonazis wären wohl rausgeekelt worden. Heute erkenne ich die Ironie in dieser eben nicht ganz toleranten Haltung, aber damals war das auch "gut und richtig" so...
Wobei, eine Leiterin (so heißen die hier), die so offen Werbung für irgendeine Partei macht, hätte hier auch Ärger gekriegt, von wegen der Satzung. Selbst wenn's eine "gute" Partei gewesen wäre.

Ich war sehr gern bei den Pfadfindern - aber eben eher wegen der Sachen, die ich eigentlich von den Pfadfindern erwartet hätte und bestenfalls zwei Mal im Jahr gekriegt habe, als wegen der wöchentlichen Gruppenstunde. Ich hoffe auch, dass meine Jungs mal zu den Pfadies gehen - hier im Ort gibt's zwei Gruppen, die beide wesentlich pfadfinderischer rüberkommen als "mein" Stamm damals.

Date: 2015-05-03 05:31 pm (UTC)
From: [identity profile] sermanya.livejournal.com
Ich glaub, das hängt wirklich sehr vom Trupp ab, wie die sind. Ich hab in Österreich auch so richtig hardcore militante Vereine erlebt, die im Gleichschritt marschieren geübt haben und so Kram.

Völkerball gabs bei uns so gut wie nie. Das war viel zu "Jungschar" (katholische Kindergruppen). Unsere Lieblingsspiele waren "Tonnentanz", "Bulldogge" und "Ohne-Regeln-Rugby". Es war wild und lustig. Aber dafür kannte uns am Lager die Notaufnahme vom Krankenhaus Bad Ischl auch schon recht gut :(

Date: 2015-05-04 07:49 am (UTC)
ext_45018: (lyra smash!)
From: [identity profile] oloriel.livejournal.com
Klar - von den Leitern, dem Dachverband und auch von den Räumlichkeiten. Wenn man eine Wiese mit einem Bauwagen hat, macht man natürlich andere Sachen als wenn man sich im Pfarrsaal trifft. Und ja, genau das hat mich eigentlich an unserem Stamm gestört - dass wir, abgesehen von der Kluft, den Zeltlagern und den Georgstagen, eigentlich einfach nur eine weitere Jungschar waren.

Das klingt dafür nach dem Aufwärmtraining bei unserem Judoverein. Es gab eigentlich nie beim Judo Verletzte, dafür aber regelmäßig beim Aufwärmen - wenn wir Sachen wie "Basketball, aber nicht körperlos, körperlos sind nur Gespenster" oder "Gürtel-Hockey" oder auch nur "Terrier" gespielt haben...

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